Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


http://myblog.de/foenzi

Gratis bloggen bei
myblog.de





Land der unbegrenzten Moeglichkeiten

OK, nun bin ich also schon seit 10 Tagen in Amerika. Obwohl wir eigentlich dem Winter entfliehen wollten, mussten wir nun schon zwei Mal am Morgen unser Auto ausgraben und ich musste mir Handschuhe und eine Muetze kaufen. Aber fangen wir doch von vorne an.

Am 18.12. fing unsere Reise an. Wie immer packten Andi und ich erst in letzter Minute, das heisst am Montag Vormittag unseren Rucksack. Um halb elf fuhr unser Zug in Weinfelden und um acht war ich noch nicht wach. Wie immer ging aber alles gut und bis jetzt habe ich noch nichts vermisst, was ich nicht auch hier kaufen kann.

Nachdem wir endlich durch all die Kontrollen am Flughafen durchgekommen waren (sogar die Schuhe mussten wir ausziehen, IGITT) konnte es endlich losgehen. Neben Andi sass im Flugzeug ein kleiner mexikanischer Junge. Die beiden hatten es ziemlich lustig, obwohl sie kein Wort miteinander sprechen konnten. Da der Junge auf Andis Bildschirm spielen wollte, rueckte er schoen nah auf, auch waehernd dem Essen, dementsprechend sahen auch Andis Klamotten nach dem Flug aus.

In LA angekommen mieteten mir erst mal ein Auto, einen roten Pontiac V6. Zuerst wollte der Typ Andi nicht fahren lassen ohne Kreditkarte. Irgendwie ging es dann aber doch. Stellt euch vor, ich haette die ganze Zeit fahren muessen, welch Horror! Schon LA war eine Herausforderung fuer sich. Wie dem auch sei, ein erstes Mal unbeliebt machten wir uns also schon beim Autovermietungsbuero, indem wir steif und fest behaupteten, der Tank sein leer. Bis wir merkten, dass hier in Amerika anscheinend der Zeiger auf die andere Seite geht.

An unserem Hotel, Angeleno sind wir dann 2 Mal vorbeigefahren, weil wir nicht glauben konnten, dass wir so einen luxurioesen Tempel gemietet hatten. beim Nachtessen hatten wir eine wahnsinns Sicht ueber LA.

Am zweiten Tag in LA besuchten wir die Universal Studios, wirklich beeindruckend und gingen auf dem Hollywood Boulevard spazieren, nicht so beeindruckend.

Wir suchten uns ein etwas guenstigeres Hotel fuer die zweite Uebernachtung und bestaunten am naechsten Tag dann die Queen Mary und strollten ein bisschen durch Downtown. Das wars von LA.

Noch am selben Tag fuhren wir die Kueste rauf auf dem Highway N 1. Sehr schoen, sehr schoen, stoppten hie und da und wollten gediegen etwas essen. Da wir schon immer mal "Jack ind the Box" ausprobieren wollten, hielten wir da, um zu speisen. Dies ist absolut nicht, ich wiederhole, in keinster Weise empfehlenswert. Uns war danach so schlecht von diesem absolut scheusslichen Food und von all den eher korpulenten Menschen mit verfleckten Tshirts und fettigen Haaren dort drin, dass wir schworen, von nun an einen grossen Bogen um Jack zu machen. An diesem Abend uebernachteten wir in Malibu in einem total ueberteuerten und stinkigen Motel. Den Tag streichen wir nun.

Andi hatte sich in den Kopf gesetzt, in Amerika Ski zu fahren. Also fuhren wir Richtung Big Bear und San Bernardino. Die Passstrasse war zwar kurvig, aber sehr amerikanisch, d.h. breit. Oben angekommen mieteten wir eine Cabine mit Spa und allem Drum und Dran fuer zwei Naechte. Das war vielleicht nett, wirklich nett. Am Abend gingen ganz gediegen was trinken und essen.  Am naechsten Tag war dann Skifahren angesagt. handschuhe hatte ich mir schon am Vortag gekauft, Jacke und Hose konnte gemietet werden, also musste nur noch eine Muetze her. Und glaubt mir, um die war ich nun schon ein paar Mal froh!!! Wie dem auch sei, das Skifahren machte wirklich Spass und wir lernten einige nette Menschen kennen. Niemand konnte jedoch verstehen, was wir hier machten:

mensch: Hi, how r u?

wir: fine, thanks and how r u?

Mensch: where r u from?

Wir: We r from Switzerland.

Mensch: hmhm

Mensch: Why r u coming HERE for skiing?

Wir: well, thats a really good question......

Einer von diesen Menschen war ein Unternehmer urspruenglich aus Stuttgart. Im laufe des weiteren Gespraechs erklaerte er uns, dass er schon 40 Jahre in California lebt, eine eigene Firma hat mit Werkzeugen, die er selber entwickelt hat. Anscheinden laeuft diese Firma recht gut, denn er hat Niederlassungen in ganz Amerika, Mexiko, Deutschland und Asien und weiss der Teufel vo sonst noch, A really BIG FISH. Er gab uns einige Tipps fuer die Weiterfahrt.

Wir hatten genug Schnee gesehen und machten uns auf nach VEGAS? Unglaublich, bis nach Las Vegas standen wir mindestens 2 Stunden im Stau, resp. stockendem Kolonnenverkehr. Anscheinden wollte jeder Weihnachten dort verbringen. Wir hatten schon Angst, kein Zimmer mehr zu finden. Doch im MGM Grand, im groessten Hotel von Las Vegas (ueber 5000 Zimmer) hatte es im 20sten Stock doch noch ein Zimmerchen fuer uns. Vegas ist einfach unglaublich, nicht zu beschreiben, leuchtend, farbig, schillernd, laut, genial, verrueckt.... Unsere erste Nacht bezahlte Andi mit Hilfe einer Slotmachine. Waere ich nicht gewesen, waeren wir vermutlich im Plus, aber schliesslich bin ich vermutlich nur einmal in Las Vegas, also was solls?

Wir bleiben zwei Naechte dort und fuhren dann weiter Richtung Grand Canyon Nationalpark. In Kingman uebernachteten wir und fuhren noch ein gutes Stueck auf der Historic Route 66.

Der Anblick des Grand Canyon erschlug uns schier, wow! Leider war das Wetter nicht so toll, einen schoenen Sonnenuntergang konnten wir wegen der Wolken nicht sehen. Am naechsten Tag wanderten wir von Kaibab Point runter bis zum Skeleton Point. Der Abstieg war ein Klacks, sogar fuer mich, beim Aufstieg hatte ich dann schon eher meine liebe Muehe. Insgesamt waren wir vier Stunden unterwegs. Das reichte dafuer, dass ich heute kaum mehr aufstehen konnte vor lauter Muskelkater in den Beinen und im A. Andi hat sich den Ruecken verknackst und so fuehlen wir beide uns heute so richtig alt. Als wir nach vier Stunden wieder auf der Kante ankamen, fing es doch tatsaechlich an zu schneien. Wir hatten riesiges Glueck, dass wir noch bei angenehmen Temperaturen und ohne Schnee und wenig Wind wandern konnten. Unten hatte es etwa 15Grad, oben dann nur noch 5 und das Quecksilber fiel noch auf unter 0. Wir schauten uns den eindruecklichen Grand Canyon Film im Imax an und fuhren dann weiter nach Williams, wo wir letzte Nacht in uebernachtet hatten. Nun befinden wir uns in Prescott, auf dem Weg zurueck nach California. Wir wollen unterwegs den Joshua Tree NP besuchen und dann sicher Neujahr in San Diego sein.

Lieber Blog, liebe Blogleserin, lieber Blogleser, bestimmt werde ich mich wieder bei dir melden. Sei ganz herzlich umarmt, deine Rahel

28.12.06 21:28





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung